Natur in Bonn

Der Bonner Raum hat trotz seiner dichten Besiedlung für den Naturschutz einen besonderen Wert. Die Stadt liegt im Übergangsbereich zwischen Mittelgebirge und der Niederrheinischen Bucht und birgt somit eine Vielzahl unterschiedlicher Landschaftselemente:

  • die Flusstäler des Rheins und der Sieg
  • die großen Waldgebiete von Kottenforst, Waldville und Ennert als Teil des Siebengebirges
  • verschiedene Feuchtgebiete
  • einen ehemaligen Vulkan, den Rodderberg 
  • eine Binnendüne
  • sowie nicht zuletzt die typischen landwirtschaftlich genutzten Flächen unserer Kulturlandschaft

p1220069_0.jpg Siegaue bei Hochwasser In dieser strukturellen Fülle war und ist eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu Hause. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der großen Zahl an Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten sowie europäischen Schutzgebieten im Bonner Raum wider. Immerhin sind mit mittlerweile 3.100 ha 22 % des gesamten Stadtgebietes unter Naturschutz gestellt. Hinzu kommen Landschafts-Schutzgebiete auf einer Fläche von 6.200 ha. Dies entspricht 44 % der Stadtfläche.

Die zunehmende Bebauung und Urbanisierung der letzten Jahrzehnte ging allerdings auf Kosten dieser strukturreichen Landschaft und der darin lebenden Pflanzen und Tiere.

Durch die Arbeiten der Biologischen Station sollen die einmaligen Landschaftseinheiten des Bonner Stadtgebietes erhalten und weiterentwickelt werden – zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt, zum Erhalt alter Kulturlandschaften und nicht zuletzt für den Menschen selbst.