Naturschutzgebiet "Düne Tannenbusch"

Der lange Sand im Bonner Norden

Vor unserer Haustür liegt eine wilde grüne Fläche, die von Brombeeren, Ginster und Robinien überwuchert und von sandigen Wegen durchzogen ist. Sie lädt zum Spielen und Spazieren gehen ein. Man kann hier etwas Entspannung finden - mitten in der Stadt, zwischen den Häusern und dem Asphalt der Straßen, nicht weit von der A 565 und einem Industriegebiet entfernt. Man denkt: "Ein Stück Land, nicht gepflegt, von den Stadtplanern vergessen oder einfach nicht überbaut um das Klima zu verbessern. Letztendlich ein Park wie jeder andere". Doch das ist nicht alles: Die Düne Tannenbusch ist ein Kleinod der Natur - mitten zwischen den Hochhäusern im Bonner Norden. sandflaeche-neu.jpg

Mit der Binnendüne im Ortsteil Tannenbusch hat Bonn etwas Einmaliges zu bieten: Entstanden ist die Düne Tannenbusch vor etwa 11.000 Jahren, als heftige Winde den Rheinsand zu mächtigen Dünenketten auftürmten. Auf diesen sandigen, trockenen und offenen Flächen ist eine einzigartige Vegetation mit charakteristischen Tierarten zu Hause. Einst waren solche Binnendünen keine Seltenheit, sondern regelmäßig entlang des Niederrheins zu finden.

Seit ihrer Gründung im November 2001 kümmert sich die Biologische Station Bonn intensiv um die als Naturschutzgebiet ausgewiesene Düne Tannenbusch. Neben praktischen Maßnahmen steht mit regelmäßigen Exkursionen, Mitmachaktionen mit Kindergärten und Schulklassen sowie einem Faltblatt die Information der Bonner Bevölkerung im Vordergrund.

Eine dringende Bitte an die Besucher: Bitte halten Sie sich an die offiziellen Wege, leinen Ihren Hund an und nehmen seine Hinterlassenschaften mit! Mit rücksichtsvollem Verhalten helfen Sie mit, die wertvollen Sandmagerrasen zu erhalten und ermöglichen den hier lebenden Vögeln eine erfolgreiche Brut. Auch andere Tierarten freuen sich über möglichst ruhige Lebensräume.

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