Der Ennert

Ein Teil vom Siebengebirge – Der Ennert

felsen-oberkassel-2.jpg Basaltfelsen Den meisten Bonnern ist das Siebengebirge wegen seiner landschaftlichen Schönheit und Beliebtheit als Naherholungsgebiet bekannt. Aber das Siebengebirge hat auch im Naturschutz einen sehr hohen Stellenwert: es gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten in ganz Deutschland (1923 unter Schutz gestellt) und ist der erste Naturpark Nordrhein-Westfalens (1958 gegründet). Im europäischen Naturschutz wurde es durch die Aufnahme in das Programm „Natura 2000“ der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union als ein Gebiet von internationaler Bedeutung eingestuft. Neben den ausgedehnten Laubwäldern liegt der Wert des Siebengebirges in den rheinwärts gewandten Hängen mit ihren zahlreichen Sonder-Lebensräumen wie Felsen, Blockhalden, mageren Wiesen, Böschungen und Gewässern.

Eine dringende Bitte an die Besucher: Bitte halten Sie sich an die offiziellen Wege und leinen Ihren Hund an! Mit rücksichtsvollem Verhalten ermöglichen Sie Vogelarten im Frühjahr und Sommer eine erfolgreiche Brut und im kräftezehrenden Winter eine ungestörte Nahrungsaufnahme. Auch andere Tierarten freuen sich über möglichst ruhige Lebensräume.

Die Vielfalt des Ennerts

Als nördlichster Teil des Siebengebirges liegt der Ennert im Bonner Stadtgebiet. Rechtsrheinisch bildet er den letzten Vorposten des vulkanisch geprägten Mittelgebirges zum Niederrhein hin. Obwohl der Ennert mit etwa 500 ha nur ein Zehntel des Naturschutzgebietes „Siebengebirge“ ausmacht, beherbergt er eine überdurchschnittlich hohe Vielzahl an Lebensräumen: Auf kleinem Raum finden sich unterschiedlichste Waldgesellschaften, naturnahe Bachtäler, artenreiche Stillgewässer, Magerwiesen, Halbtrockenrasen und nicht zuletzt vegetationsarme Blockhalden und Felsen. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in der Tier- und Pflanzenwelt wider - sogar mit Arten, die im ganzen übrigen Siebengebirge fehlen, z B. dem Kelch-Steinkraut. Andere Arten wie Blaustern, Mauereidechse und Zippammer erreichen im Ennert ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Für solche Randpopulationen hat der Naturschutz eine besonders hohe  Verantwortung.

Weitere Informationen zum Naturerlebnis im Ennert bietet das Onlineportal des NABU NRW.

 

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