Unser größter Wald: Der Kottenforst

naturwaldzelle_kottenforst_36_06-04-04.jpg Naturwaldzelle im Kottenforst Auf der Hauptterrasse des Rheins westlich von Bonn liegt der historisch alte Kottenforst, mit etwa 40 qkm eines der größten geschlossenen Wälder in der Region. Naturnahe Altholzbestände mit Stieleichen, Winterlinden, Rot- und Hainbuchen sind Heimat von Fledermäusen, Spechten und anderen Waldvögeln. Für Mittel- und Schwarzspecht hat das Gebiet landesweite Bedeutung und bildet zusammen mit der nördlich anschließenden Waldville das EU-Vogelschutzgebiet Kottenforst-Waldville.

Die im Norden gelegene Naturwaldzelle „Probstforst“ beherbergt auf 36 ha einen strukturreichen Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald mit Winterlinden und Rotbuchen und gibt einen Einblick in unbewirtschafteten Laubwald. Charakteristisch sind auch seine "Maare": meist sommertrockene Waldtümpel, die auf den lehmig-tonigen und daher staunassen Böden (Pseudogleye, sog. Kottenforstlehm) zahlreich vorhanden sind. Die vielen großen und kleinen Gewässer sind Laichbiotope für Springfrosch, Kammmolch, aber auch Nahrungshabitat der Ringelnatter. Hier lassen sich auch bis zu 20 Libellenarten beobachten, darunter die gefährdete Falkenlibelle. Die meisten der heutigen Wege wurden ursprünglich für die kurfürstliche Parforcejagd angelegt. Diese meist breiten Alleen wurden schnurgerade aufgeschüttet und wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit Gräben versehen.

Informationen zum Naturerlebnis im Kottenforst finden Sie hier auf dem Onlineportal des NABU NRW.

Im Sommer 2014 beginnt die Biologische Station zusammen mit dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft ein von der EU gefördertes LIFE+-Projekt, das sich den besonderen Lebensräumen des Kottenforstes widmen wird.

 

Mehr Bilder zu dieser Seite ansehen »