Feldhamster

Da der Feldhamster in NRW nahezu ausgestorben ist, startete 2016 ein landesweites Vermehrungs- und Schutzprogramm. Jetzt konnte die Biostation die ersten vom LANUV gezüchteten Junghamster im Rhein-Erft-Kreis bei Pulheim freilassen.

Am 29. Mai wurden unter großem Interesse der beteiligten Kooperationspartner und der Medien insgesamt 128 Tiere in ihren neuen Lebensraum entlassen.

Der Feldhamster - viele Jahrhunderte als Schädling unerwünscht und bekämpft - ist ein Opfer der intensiven, modernen Landwirtschaft mit ihren stark veränderten Nutzungen. Für sein Überleben ist eine Extensivierung unbedingt notwendig, die man durch Ertragsausgleich und eine Honorierung der hamsterfreundlichen Bewirtschaftung erreichen kann. Ein großer Dank vor allem an die Landwirte, die sich hier engagieren und ihre Flächen zur Verfügung stellen! 

Die Ansiedlung der Feldhamster scheint gut zu laufen. 

Ein ausgesetzter Hamster erkundet seine Umgebung Die Tiere gewöhnen sich nach dem Umzug von der Zuchtstation in die "Freiheit" an die veränderten Lebensverhältnisse. Während sie am ersten Tag noch tagsüber unterwegs waren, haben sie sich mittlerweile einen "hamstertypischen" Tagesrhythmus angewöhnt. Sie zeigen sich frühestens kurz vor Einbruch der Dämmerung außerhalb des Baus und sind vor allem in der Nacht aktiv. Morgens um 5 Uhr ist dann meistens Schluss und Zeit für einen Tag im gemütlichen Hamsterbau. 

Anbei ein paar Fotos, die die vor Ort aufgestellten Kameras aufgenommen haben.

Feldhamster "Ulla"

Hamster Ulla 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feldhamster "Micha"

Hamster Micha 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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