Neuntöter

Geschützte Arten in Bonn

Die Arbeiten der Biologischen Station rund um das Thema Artenschutz umfassen die Kartierung der Bestände von FFH-Arten, Verantwortungsarten und anderen Zielarten im Naturschutz sowie die Konzeption und Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume und des Schutzes dieser Arten. Ein fachlicher Schwerpunkt beim Monitoring besteht bei der Kartierung von Amphibien- und Reptilienarten. Neben typischen Arten aus Abgrabungen, wie Kreuz- und Wechselkröte, erfassen wir regelmäßig Bestände von Springfrosch, Gelbbauchunke und Kammmolch sowie Zaun- und Mauereidechse. Bei den Insekten kartieren wir seit vielen Jahren systematisch das letzte Vorkommen des Dunklen Moorbläulings in der Stadt Bonn. Darüber hinaus beraten wir jedes Jahr viele Bürger*innen und Kolleg*innen bei Fragen rund um das Thema Artenschutz und geben fachliche Auskünfte bei zahlreichen Anfragen aus den Verwaltungen der Kommunen, Kreise und Planungsbüros.

In Bonn haben einige Arten ihr natürliches Verbreitungsgebiet, die durch das Bundesnaturschutzgesetz  und durch die europäische FFH-Richtlinie streng geschützt sind.  Darüber hinaus gibt es auch weitere Arten, die eine geringeren Stutzstatus haben. Erfahren Sie mehr über die geschützten Arten und wie sich die Biologische Station Bonn/ Rhein-Erft e.V. für den Erhalt dieser Arten einsetzt.

Artenschutzgesetze

Hirschkäfer

Trotz seiner beeindruckenden Größe von 5 bis 10 cm war über die Häufigkeit des Hirschkäfers in der Region lange wenig bekannt. Seit 2006 sammelt die Biostation Bonn / Rhein-Erft Fundmeldungen interessierter Bürger.

Wechselkröte

Die Wechselkröte gibt es nur noch an vier Stellen im Stadtgebiet von Bonn. Sie ist, vor allem durch die Zerstörung der Lebensräume durch Bebauung, akut vom Aussterben bedroht.

Kreuzkröte

Die Kreuzkröte hat maximal zwei Vorkommen in Bonn. Ihre restlichen Vorkommen sind vor allem durch Bebauung in den 1980er bis 2000er Jahren zerstört worden. Sie ist hochgradig gefährdet und ihre Zukunft im Stadtgebiet ungewiss.

Zauneidechse

Die Zauneidechse ist im Bonner Tiefland auf Brachen, an sonnigen Wegrändern, in naturnahen Gärten und entlang von Bahnschienen zu finden. Größere Vorkommen beherbergen der Rodderberg und das Siebengebirge. Noch ist die Zauneidechse in Bonn recht verbreitet. Sie ist aber darauf angewiesen, dass sandige Brachen und Freiflächen erhalten bleiben.

Mauereidechse

Die Mauereidechse liebt Wärme und kommt in Bonn an Felsen, Mauern und Bahnstrecken vor. Bis in die 2010er Jahre war in Bonn die nördliche Verbreitungsgrenze, Durch die Klimaerwärmung kommt sie mittlerweile auch weiter nördlich vor.

Schlingnatter

Die Schlingnatter, kommt in Bonn nur noch im FFH-Gebiet "Siebengebirge" an den sonnigen, rheinnahen Hängen und ehemaligen Steinbrüchen vor. Zum Fortbestand müssen ihre Lebensräum durch Pflegemaßnahen sonnig gehalten werden.

Springfrosch

Der Springfrosch ist in Bonn nur im Kottenforst vorhanden. Dort aber mit einem großen Vorkommen, das auch gut geschützt wird.

Große Themenfelder im Naturschutz

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